Soziale Netzwerke (Modul 1)

I. Einleitung und Inhalte

Soziale Netzwerke und Lernen, wie geht das zusammen? Gar nicht so schlecht, folgt man dem Ansatz des Konnektivismus. In diesem Modul probieren wir gemeinsam selbst in sozialen Netzwerke (am Beispiel GooglePlus (G+)), und tauschen uns über im Internet aufgespürte Best-Practice-Beispiele und eigene Lehr- und Lernerfahrungen aus.

In der ersten Woche wollen wir uns mit Google-Plus befassen als ein Beispiel für ein Soziales Netzwerk und anschliessend die Einatzmöglichkeiten eines solchen Netzwerkes in Lern- ud Lehrprozessen thematisieren. Eine Frage die sich hier für Bildungseinrichtungen oftmals stellt ist, ob man z.B. als Bildungseinrichtung dorthin geht, wo Teilnehmende schon sind wie z.B. in sozialen Netzwerken und dort Bildung macht, oder diese eher nur nutzt um z.B. Werbung für eigene Angebote zu machen, eLearning dann jedoch auf seiner eigenen Lernplattform wie z.B. Moodle umsetzt. Braucht man in Zeiten von Web 2.0 mit seinen sozialen Netzwerken und Cloud Tools eigentlich überhaupt noch eine Lernplattform oder kann man die Web 2.0 Tools nutzen, um dort Bildungsprozesse stattfinden zu lassen/durchzuführen? Dies ist eine der Fragen, die wir im Rahmen von Modul 1 und des Kurses diskuteren wollen.

II. Aktivitäten

Starter-Aufgabe (Modul 1a)

  • Einstieg in ein soziales Netzwerk
    Wenn Sie mitmachen möchten, legen Sie sich einen Google-Plus Account zu, sofern Sie noch einen haben und stellen Sie sich in unserer Google-Plus-Community vor, die wir für diesen Kurs angelegt haben. Mit den Aspekten von Ihnen, die Sie von sich preisgeben möchten und denjenigen, die Sie glauben, dass diese die anderen interessieren. Oder denken Sie, um zusammen zu lernen, ist, dass man das Gegenüber irgendwie kennt eher hinderlich? Dann posten Sie uns Ihre Meinung! Wir sind gespannt! (Taggen Sie Ihren Beitrag mit „Vorstellungsrunde“, dann kann man, wenn es mehr Beiträge als jetzt gibt, gut danach sortieren.)Die Google-Community befindet sich hier. Zur Nutzung von GooglePlus haben wir Ihnen eine kleine Einführung zusammengestellt.Falls Sie noch keinen Google-Plus Account haben, ist dies vielleicht ist die Gelegenheit, sich einen anzulegen. Falls Sie das lieber doch nicht mögen, kommentieren Sie alternativ hier im Blog über die Kommentarfunktionen unter den einzelnen Seiten.

Aufgabe für Fortgeschrittene und Durchstarter (Modul 1a und 1b)

  • Sie sind im Internet auf interessante Quellen gestoßen, über Versuche und Experimente/Berichte über Lehrende, die in und mit Sozialen Netzwerken lehren. Teilen Sie die mit uns!
  • Sie lehren schon mit und in Sozialen Netzwerken, oder haben sich schon im Internet darüber schlau gemacht? Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen (Tag: Erfahrungsberichte), lassen Sie uns teilhaben an Ihrer Expertise.

Aufgabe nach den beiden Live-Sessions (Modul 1b)

  • Für welche Lernsettings eignen sich soziale Netzwerke?
    Welche Art von Lernsettings lassen sich besonders gut in sozialen Netzwerken druchführen? Verändern soziale Netzwerke gar bestimmte Lernszenarien und fördern beispielsweise stärker kooperative, vernetzte Strukturen? Was ist mit anderen Lernsettings wie z.B. mit Lernprogrammen? Sterben die aus, sind diese für andere Zielfruppen geeignet oder lassen sich diese kombinieren?
  • Einmal umgekehrt gefragt: Für welche Lernsettings sind soziale Netzwerke eher nicht eignet?
  • Würden Sie für die Lernsettings in Ihrer Einrichtung oder die Sie auch als Selbstständiger anstreben, soziale Netzwerke einsetzen oder eher eine Lernplattform oder beides?
  • Was nehmen Sie aus den Vorträgen mit, haben Sie daraus Schlussfolgerungen für sich gezogen?

III. Online Live-Events

Im Rahmen des ersten Moduls finden drei Live-Events statt:

Eröffnungssession am 30.4.2014

  • Eröffnungssession mit dem Veranstalterteam:
    Einführung, Begrüssung und Austausch

    -> Link zur Aufzeichnung

  • Live Session am 7.5.2014 17-18 Uhr
    Referent: Dr. Jochen Robes, Web 2.0 Experte, Blogger, weiterbildungsblog.de,
    Vortrag: „Social Media und Social Learning in der Bildung“

    -> Link zur Aufzeichnung

  • Live Session am 9.5.2014 16-17 Uhr
    Referent: Jürgen Pelzer
    Vortrag: „Mit Facebook Bildung machen? Einsatz von Facebook in Lehr-/Lernsettings“.

    -> Link zur Aufzeichnung
    -> Link zum Etherpad

     

IV. Ergänzendes Material und Links und Literatur1

Ergänzende Materialien
– eine Anleitung zur Nutzung der GooglePlus Community
– ein Glossar, das wir stetig erweitern.

Lesetipps
Bergmann, Julia; Plieninger, Jürgen (2013): Arbeitsorganisation 2.0 – Tools für den Arbeitsalltag in Kultur- und Bildungseinrichtungen. (Auszug bei Google.books) Sehr nützlich für den eigenen Einstieg ins social web; erklärt z.B. Feedreader, Twitter, Cloud-Dienste usw.

Gründer, C. (2013): Warum wir soziale Netzwerke in der Online-Lehre nutzen. Ein Beitrag aus bildungswissenschaftlicher Perspektive. In: Junge, T. (Hg.): Soziale Netzwerke im Diskurs.

Holdener, A. (2013): Potential von Social Media in der Lehre. Präsentation.

Lorenz, Anja; Mohamed, Bahaaeldin; Pscheida, Daniela; Seidel, Niels; Albrecht, Steffen & Köhler, Thomas (2013): „(Wissens-)Kooperation und Social Media in Forschung und Lehre“. In: C. Bremer & D. Krömker (Hgg.), E-Learning zwischen Vision und Alltag. Zum Stand der Dinge, Münster et al., 253-265.

Magenheim, Johannes; Reinhardt, Wolfgang; Kundisch, Dennis; Herrmann, Philipp; Whittaker, Michael; Beutner, Marc & Zoyke, Andrea (2012): Einsatz mobiler Endgeräte zur Verbesserung der Lehrqualität in universitären Großveranstaltungen. In: Lucke, Ulrike (Hrsg.): E-Learning Symposium 2012. Universitätsverlag Potsdam, 15-26.

Spies, B. (2013). Lernen im Social Web. Eine Vergleichsstudie mit deutschen und amerikanischen Studierenden.

Links
Frey, Jennifer-Carmen (2013): Social Media an Hochschulen.

Gruber, Marion R. (2012), Präsentation: Möglichkeiten und Grenzen von Social Media in Hochschullehre und Forschung.

Kohlhase, Sabrina (2013): Blogbeitrag mit Links zu zwei Vorträgen zum Thema Social Media in der Lehre: Social Media im Studium – Überblick und Impulse.

Social Media in Lehr- und Lernszenarien: Ergebnisse eines Projekts der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW (ohne Jahreszahl mit Einträgen aus 2013)

Universität Zürich: Social Media in Lehre und Forschung – ein Social Media Wiki (letzte Aktualisierung April 2013)

Zentrum für Lehren und Lernen, Blog der Hochschule Luzern (2013): Wikipedia in der Hochschullehre nutzen (Blogeintrag vom 17. 12. 2013)

Die Seite zu „Soziale Netzwerke“ im ZUM Wiki auch mit Links aus dem/zum Web 2.0 Kurs

Zum Schmökern ein Rundumschlag: L3T, das Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien.

Tolle Link- und Litereratursammlung von cfreisleben zu “Social Media” in der Lehre, die wir auch oben schon zum Teil aufgenommen haben, hier findet sich aber auch sein Beitrag dazu.

Hier möchten wir auch gerne Ihre gefundenen Quellen und Links mit zur Verfügung stellen. Kommentieren Sie gerne, um die Auswahl zu bereichern. Außerdem können Sie hier klicken, um auf die Beitrage „gute Quellen“ zu gelangen, die von Teilgeberinnen und Teilgebern in der G+Community gepostet wurden, im Übrigen auch einsehbar für „nicht Google Plusser“. 😉

 

4 Kommentare zu Soziale Netzwerke (Modul 1)

  1. Volker Gries sagt:

    Hallo,
    einen G+ Account soll ich mir anlegen. Okay, aber schaffe ich mir damit nicht gleichzeitig eine neue Identität? ;-))
    Bei Sozialen Netzwerken bin ich dazu übergegangen, mehrere zu nutzen, nicht alles unter einem Namen. Private Freunde unter FB, Geschäftskontakte unter XING, und G+ nun für „Aktivitäten“ in diesem Kurs?
    Auf jeden fall ist es gut, das alles zu trennen, oder?
    Gute Grüße und gutes gelingen uns allen!
    Volker

    • Ralph Müller sagt:

      Hallo Herr Gries,
      Ihre Idee zur Aufteilung ist gut. So handhabe ich es zurzeit auch (mit den selben Netzwerken übrigens) nachdem mich mein ersten Facebook-Account mit Freunden, Kollegen, Berufskontakten etc. in den Wahnsinn getrieben hat 😉 In Google+ kann man durch das Anlegen von Kreisen zwar auch eine Trennung einzelner Personengruppen vornehmen aber zum Einstieg und zum Ausprobieren würde ich Google+ zunächst nur für Aktivitäten in unserem Workshop betreiben.
      Viele Grüße
      Ralph Müller

      • Lore Reß sagt:

        Für Menschen, die beruflich und privat im Netz sind, sind 2 Identitäten absolut sinnvoll. Ich hatte immer einen 2. Twitter-Account um über die Politik zu schimpfen.
        Aber ernsthaft: wäre nicht eine Diskussion über „Spuren im Netz“ zu beginn eines solchen Kurses sinnvoll? Ich glaube die eLearner haben hier noch viel Nachholbedarf.
        http://dd-learn.de/2012/09/14/sind-mooc-teilnehmer-digitale-exhibitionisten/

        • Ralph Müller sagt:

          Tja, „spurlos im Netz geht nicht“ schreiben die Autoren von verbraucher-sicher-online.de und haben da einige Leitfäden in petto.
          Aber Hand aufs Herz – wir müssen nicht erst ins Netz gehen, um uns durch rechtliche Fachsprache und Bequemlichkeit, um das Lesen rechtlich relevanter Texte zu drücken ;-). Was den Nachholbedarf nicht schmälert aber die Freude am Nutzen auch unangenehm verzögert.
          Hier zumindest noch eine Quelle für den Nachholbedarf:
          https://www.verbraucher-sicher-online.de/thema/datenspuren-im-netz

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