Wozu ich Twitter nutze – Einsatz von Twitter in MOOCs u.a.

Einen ähnlichen Beitrag hatte ich ja schon zu Blogs geschrieben: Blogs in der Bildung: Einsatz von Blogs in MOOCs, nun möchte ich auch nochmals zu Twitter Stellung beziehen.

Ich weiss, es ist ein sperriges Tool und nicht jedermans Sache und auch ich stand dem Tool anfangs kritisch gegenüber und wunderte mich, wozu es nützlich sein soll. Doch im Rahmen des ersten Offenen Online Kurses (OPCO11), den wir 2011 durchführten, entdeckte ich zwei Nutzen:

a) Twitter als Medium der Informationsversorgung für mich selbst
Ich entdeckte, dass ich ganz gut informiert werde wenn ich bestimmten Twitterern folgte. Für mich ist das z.B. Jochen Robes und auch andere, die mir wertvolle Tagungshinweise, Links auf Artikel, Ausschreibungen usw. mitteilen. Das funktioniert dann quasi wie Mail: ich lasse mich über Twitter über aktuelle Informationen versorgen.

b) Twitter als „Konsolidierungsmedium“ in MOOCs (Massive Open Online Courses)
Offene Online Kurse oder auch die ganz grossen offenen online Kurse, die so genannten MOOCs, benötigen – zumindest so wie ich sie erlebt und durchgeführt habe – ein „Konsolidierungsmedium“, d.h. einen Ort, in dem man sich gegenseitig auf neue Mitteilungen aufmerksam macht.

Gerade in der Art MOOCs wie wir sie durchführen (cMOOCs), die eher einem seminaristischem Setting dienen als einem online Frontalunterricht beteiligen sich die Teilnehmenden ggf an vielen Orten und nicht nur in dem Hauptblog (so wie hier auch: Im Blog schreibt kaum jemand, dafür eher mal in Google Plus, DropBox usw.). Um auf all diese verschiedenen Mitteilungen an verschiedenen Orten aufmerksam zu machen, möchte ich nicht jedesmal eine Mail verschicken oder einen Blogpost verfassen, da dies a) aufwendig und b) ggf auch überbordend für die Teilnehmenden ist. Daher ist Twitter ein gutes, schnelles Medium, in dem vor allem auch die Teilnehmenden schnell mal eine Mitteilun absetzen können. Solcherart hat sich Twitter in allen von mir bisher druchgeführten und erlebten MOOCs gut bewährt: in Kombination mit anderen Tools und nicht als alleiniges Medium, mit deren Hilfe man online Bildungsangebote durchführen kann.

Wer dazu mehr wissen will: Wir haben zur Rolle von Twitter in Online Kurses sogar schon mehrfach publiziert. S.:

Bremer, Claudia; Weiß, David (2014): Auf den Spuren der Partizipation im VHS MOOC. In: Dokumentation des VHS MOOC, Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag, S. 85-88.

Bremer, Claudia; Weiß, David (2014): Massive Open Online Courses: Kategorisierung und Analyse des Teilnehmerverhaltens am Beispiel der OPCOs 2011 und 2012. In: Thomas Köhler, Nina Kahnwald (Hrsg.): Online Communities, Enterprise Networks, Open Education and Global Communication. 16. Workshop GeNeMe ’13. Gemeinschaften in Neuen Medien: Unternehmensnetzwerke, Forschungsgemeinschaften und globale Kommunikation. Dortmund: TudPress.

Bremer, Claudia (2013): How to analyze participation in a (c)mooc? In: Conference Proceedings der edulearn 2013 am 1.-3.7.2013 in Barcelona

Über Claudia Bremer

Claudia Bremer, eLearning, Goethe-Universität Frankfurt

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